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Aus der Januar-Session im Kantonsrat von Vroni Thalmann

Dringliche Anfrage von Kantonsrätin Vroni Thalmann am 26. Januar 2021

Frau Präsidentin, Werte Damen und Herren

Danke für die Antwort der Regierung auf diese dringliche Anfrage.

Der Entscheid nicht zu öffnen in der Alt Jahres Woche vom Jahr 2020 sowie der nächste Entscheid Anfangs Januar mit der teilweisen Öffnung von Do – So hat im Entlebuch eine grosse Entrüstung ausgelöst.

Wie kam es zu dieser prekären Lage in den Luzerner Spitäler?

Mit diesen wenigen Unfällen aus dem Skigebiet Sörenberg, welche eigentlich nie eine IPS von innen sehen müssen?

Als Grund: Die hohe Zahl bei Infektionen pro 100’000 Leuten.

Aber wenn im Entlebuch eines oder zwei Altersheime oder andere Institutionen mehrere positive Fälle hat, ergibt das einen konzentrierteren Wert, als es In den anderen Wahlkreis gibt. Auch gleichviele Fälle würden dort viel weniger ins Gewicht fallen.

Da habe ich Argumente gesucht, um die verärgerten «Skifahrer» zu beruhigen, bis mir leider selbst langsam der Schnauf ausging, diese RR-Entscheide irgendwie noch positiv zu interpretieren.

Darum wurde diese Anfrage notwendig.

Denn das Problem der IPS war ja nicht eintägiges Heu und hat alte Wunden.

Gemäss Medienmitteilungen wurde ja schon im November 2019 über eine prekäre Lage der Luz. Spitäler informiert.

Es wurden dazumal schon IPS Plätze von 22 auf 11 halbiert.

(Das Luzerner Kantonsspital (Luks) hat in der Intensivmedizin mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen. Wegen Überlastung des Personals muss das Spital nun Operationen verschieben.)

Da stauten sich auch OPs auf und Sörenberg konnte damals öffnen und das mit weit grösserer Unfallgefahr, weil die Verhältnisse nicht so rosig waren wie diesen Winter.

Aber auch damals, gab es sicher keine Engpässe wegen Unfälle aus dem Skigebiet Sörenberg.

Vier Monate später war die Corona Pandemie da.

Was mich aber immer wieder stutzig macht, sind diese grossen Unterschiede der IPS in allen Berichten von März bis jetzt.

Auch jene von ein paar Tagen. 45 zur Verfügung 45 belegt 100 % Auslastung.

Ja himmelherrgott, wenn doch einfach immer weniger ausgewiesen wird,

wird die Auslastung auch nicht besser.

Wir sollten vielleicht mal Löhne oberhalb 10’000.—kürzen und sagen: Da zur Zeit das Risiko sehr gross ist, dass enorm weniger Steuern eingenommen werden, wird nun halt Fr. 8000,– das neue 100 % sein.

So kommen wir uns vergaukelt vor mit den IPS Plätzen und deren Argumentationen.

Die Antwort zur Frage 1 würde die heutige Lösung präsentieren. Aber sie wird ignoriert.

Warum werden nicht jetzt einige dieser IPS Plätze als Notmassnahme vorübergehend eingerichtet und wenigstens zu einem Teil in Betrieb genommen?

Das Luzerner Spital weiss von anderen Jahren her, wie gut in Flühli Unfälle vor Ort versorgt werden und das zur Entlastung des Notfalls in Wolhusen.

Wenn man die Wirtschaft, die Gesellschaft und auch die Psychiatrie schonen möchte, muss anders gehandelt werden.

Ich erwarte nun vom Regierungsrat, dass er nicht erst, wie in Frage 6 von Sabine Wermelingers Antwort steht, ab 7. Febr. darüber nachzudenken bzw. zu überprüfen, was zu machen ist, sondern die Skigebiete nun definitiv auf die Aargauer Sportferien von nächster Woche ganz öffnen wird.

Jetzt handeln und mit den möglichen nicht zertifizierten IPS Plätzen wie im März etwas mehr Mut zeigen.

Mut zeigen, damit die ganze lange aufgebaute Wertschöpfung im Entlebuch nicht noch zu einem wirtschaftlichen Desaster führt.

Wenn dann diese über 80 IPS Plätze nicht gebraucht würden, gibt es ja noch aufgestaute «OP»s, diese wären dann durchzuführen, wie es ja schon heute gang und gäbe ist.

Der Bundesrat selber hat die Skigebiete nie schliessen wollen. Outdoor sei separat zu betrachten und mit den Risiken (Wetter, Piste, Schutzkonzepte des Skigebietes) abzuwägen.

Tönt doch sehr vernünftig unser Bundesrat.

Ich hoffe, die Luzerner Regierung wird es auch.

 

Flühli, 26. Januar 2021                Vroni Thalmann

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